Fruchtbarkeits­untersuchung bei der Frau

In der Kinderwunschpraxis München Nord setzen wir auf eine umfassende, medizinisch fundierte Diagnostik und eine Betreuung, die Sie persönlich abholt, transparent, verständlich und ohne falsche Hoffnungen. Fruchtbarkeitsuntersuchungen für Frauen bestehen dabei nicht aus “dem einen Test”, sondern aus mehreren Bausteinen, die je nach Ausgangslage sinnvoll kombiniert werden. Dazu gehören unter anderem Blut- und Hormonuntersuchungen, Ultraschall, die Beurteilung von Gebärmutter und Eierstöcken sowie, wenn notwendig, Untersuchungen der Eileiter und der Gebärmutterhöhle.

Hier erhalten Sie einen Überblick darüber, welche Untersuchungen der Fruchtbarkeit bei der Frau möglich sind und wie die Abläufe bei uns in der Praxis typischerweise aussehen. In der persönlichen Beratung gehen wir mit Ihnen alle anstehenden Untersuchungen für Sie nochmal detailliert durch und erklären, was die jeweilige Methode im medizinischen Sinne leistet, beantworten alle Ihre Fragen und erörtern die weiteren Schritte. Eine empathische, individuelle und transparente Betreuung liegt uns bei dem wichtigen Thema Kinderwunsch besonders am Herzen.

Warum eine Fruchtbarkeitsdiagnostik wichtig ist

Eine Fruchtbarkeitsuntersuchung der Frau bildet die Grundlage jeder zielgerichteten Kinderwunschbehandlung. Denn erst wenn die möglichen Ursachen für den unerfüllten Kinderwunsch bekannt sind, lässt sich ein individueller und sinnvoller Behandlungsplan erstellen. Ohne diese Diagnostik bleibt vieles im Unklaren, was nicht nur Zeit kostet, sondern auch emotional belastend sein kann.

Die weibliche Fruchtbarkeit wird von vielen Faktoren beeinflusst. Dazu zählen hormonelle Abläufe, die Funktion der Eierstöcke, die Reifung der Eizellen, die Beschaffenheit der Gebärmutterschleimhaut sowie anatomische Voraussetzungen wie die Durchgängigkeit der Eileiter. Auch frühere Entzündungen, Operationen oder Erkrankungen können eine Rolle spielen.

Ziel der Fruchtbarkeitsuntersuchungen bei der Frau ist es daher, diese Aspekte systematisch zu erfassen und ein Gesamtbild Ihrer persönlichen Situation zu gewinnen.

Eine sorgfältige Fertilitätsuntersuchung der Frau hilft somit nicht nur dabei, Ursachen einzugrenzen, sondern auch einen effizienten und erfolgversprechenden Behandlungsplan zu entwickeln. Sie schafft Transparenz, realistische Erwartungen und eine fundierte Basis für alle weiteren Entscheidungen.

Hormon- & Blutuntersuchungen bei der Frau als Teil der Fruchtbarkeitsuntersuchung

Hormon- und Blutuntersuchungen bei der Frau bilden die Grundlage der Fruchtbarkeitsdiagnostik. Wir untersuchen wichtige Hormone wie FSH, LH und Östrogen, um die Funktion der Eierstöcke und das Zusammenspiel mit dem Gehirn zu bewerten. Auch Schilddrüse, Nebenniere und Hypophyse werden überprüft, da Abweichungen den Zyklus beeinflussen können. Das Anti-Müller-Hormon (AMH) gibt Aufschluss über Ihre Eizellreserve. Zur Basisdiagnostik gehören zudem Tests auf Infektionskrankheiten wie HIV, Hepatitis B und C.

Ergänzend können eine Chromosomenanalyse (zur Erkennung genetischer Ursachen bei wiederholten Fehlgeburten) und ein Antiphospholipid-Antikörper-Test (zur Abklärung von Gerinnungsstörungen, die eine Schwangerschaft gefährden können) sinnvoll sein.

Ultraschalluntersuchungen im Rahmen der Fruchtbarkeitsdiagnostik

Ultraschalluntersuchungen sind ein fester Bestandteil jeder Fruchtbarkeitsuntersuchung der Frau. Sie ermöglichen es, die inneren Geschlechtsorgane, die Gebärmutter, Gebärmutterhöhle sowie die Eierstöcke detailliert darzustellen und liefern wichtige Informationen für die Beurteilung Ihrer Fruchtbarkeit. Dabei erkennen wir unter anderem Veränderungen und Hinweise auf Endometriose oder anatomische Besonderheiten, die eine Schwangerschaft erschweren können.

Die sogenannten Eibläschen, in denen die Eizellen heranreifen, werden im Verlauf des Zyklus kontrolliert. So können wir die Follikelentwicklung beobachten und feststellen, ob die Voraussetzungen für einen Eisprung gegeben sind.

Eileiterdiagnostik: Durchgängigkeit sicher beurteilen

Die Durchgängigkeit der Eileiter ist eine wesentliche Voraussetzung für den Eintritt einer Schwangerschaft auf natürlichem Wege. Je nach individueller Situation stehen unterschiedliche Methoden der Eileiteruntersuchung zur Verfügung. Welche davon sinnvoll ist, entscheiden wir gemeinsam mit Ihnen nach ausführlicher Beratung.

Hystero-Salpingo-Kontrastsonographie (HyCoSy / Sonohysterographie)
Bei der HyCoSy wird über einen dünnen Katheter eine spezielle Flüssigkeit in die Gebärmutter eingebracht und per Ultraschall kontrolliert, ob sie durch die Eileiter abfließt. Das Verfahren ist schonend, ambulant und ohne Narkose durchführbar.

Bauchspiegelung mit Chromopertubation
Die Bauchspiegelung erfolgt unter Vollnarkose und gilt als präziseste Methode zur Beurteilung der Eileiter und Fruchtbarkeitsorgane. Mittels Farbstoff wird die Eileiterdurchgängigkeit geprüft. Sie ist besonders bei Vorerkrankungen wie Endometriose, früheren Operationen oder Entzündungen sinnvoll und ermöglicht die direkte Behandlung erkannter Auffälligkeiten.

Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) als Fruchtbarkeitsuntersuchung

Bei der Gebärmutterspiegelung, medizinisch Hysteroskopie genannt, wird eine sehr dünne Kamera über die Scheide und den Gebärmutterhals in die Gebärmutterhöhle eingeführt. Finden wir Auffälligkeiten, können viele Veränderungen im gleichen Eingriff bereits entfernt werden, was die Voraussetzungen für eine Schwangerschaft verbessern kann.

Die Gebärmutterspiegelung ist dann sinnvoll, wenn sich bei der Ultraschalluntersuchung Auffälligkeiten an der Gebärmutter gezeigt haben oder wenn es zu drei oder mehr Fehlgeburten gekommen ist. Die Untersuchung erfolgt in der Regel in Kurznarkose und wird häufig mit einer Bauchspiegelung kombiniert, insbesondere wenn zusätzlich die Eileiter beurteilt werden sollen.

Risiken, Grenzen & Chancen der Untersuchungen

Nicht-invasive Verfahren wie Blut- und Ultraschalluntersuchungen sind sehr risikoarm. Bei invasiveren Methoden wie Eileiterdiagnostik oder Gebärmutterspiegelung bestehen geringe Risiken (Infektionen, Blutungen, Narkoserisiken), die durch sorgfältige Durchführung minimiert werden. In der Kinderwunschpraxis München Nord legen wir besonderen Wert darauf, dass der diagnostische Nutzen und die Risiken in Relation zueinander stehen.

Jede Untersuchung hat ihre Grenzen: Sie liefert wichtige Hinweise, aber keine Schwangerschaftsgarantie. Manche Befunde zeigen nur Wahrscheinlichkeiten auf. Die große Chance liegt in der gezielten Therapieplanung. Durch genaue Kenntnis Ihrer individuellen Voraussetzungen lassen sich unnötige Behandlungen vermeiden und erfolgversprechende Maßnahmen gezielt auswählen

Nach Abschluss der Untersuchungen besprechen wir alle Ergebnisse ausführlich mit Ihnen. Wir erklären verständlich, was die Befunde bedeuten, welche Ursachen für den unerfüllten Kinderwunsch infrage kommen und welche Möglichkeiten sich daraus ergeben. Gemeinsam entscheiden wir, welche weiteren Schritte sinnvoll sind.

Wir wollen eine Gesprächsatmosphäre auf Augenhöhe schaffen, in der Sie jederzeit Fragen stellen und Sorgen ansprechen können. Schritt für Schritt entwickeln wir einen individuellenBehandlungsplan, der medizinisch sinnvoll ist und zu Ihnen passt.

Wenn Sie sich eine kompetente, transparente und empathische Begleitung wünschen, sind wir gerne für Sie da.